Polizei Ennepe-Ruhr-Kreis - Informationen zur Polizeigeschichte


Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

auf dieser Seite werden – soweit greifbar – nach und nach Informationen zur Geschichte der Polizei in Wuppertal und den ihr zugeordneten Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid eingestellt. Während all die Ereignisse, die die gesamte nordrhein-westfälische Polizei betreffen, auf meinen Unterseiten „Chronik Polizei NRW“ nachgelesen werden können, beschränke ich mich auf dieser Seite auf Informationen, die ausschließlich diese Polizeibehörde hier betreffen. Ich danke meinen Berufskollegen Michael Zech und Robin Jockenhöfer sowie Herrn Peter Landsberg und Herrn Stegen für die Unterstützung, die sie mir mit Informationen und Material für diese Unterseite geleistet haben.

 

Der Aufbau und die ständige Fortschreibung dieser Homepage sind mit einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Daher freue ich mich über jegliche Form kostenloser Unterstützung durch (analoge oder digitale) Fotografien, Dokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeugenberichte, Hinweise auf relevante Ereignisse, Orte, Personen usw., die mir zur Verfügung gestellt werden und mit denen ich ggf. Kosten und Suchaufwand sparen kann. Im Gegenzug bin ich bemüht, für alle Interessierten kostenlos Informationen zur Polizeigeschichte zur Verfügung zu stellen. Wer mich unterstützen kann, dessen Hilfe wird dankbar angenommen. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum.


1903

In Schwelm wird eine der ersten preußischen Polizeischulen eingerichtet. Die allererste hatte zwei Jahre vorher in Düsseldorf ihre Arbeit aufgenommen.

 

1908


Abb. Beitrag aus der Zeitschrift "Die Polizei", Heft 11, August 1908


1910

Abb. Innenstadt von Schwelm. Rechts im Bild ein Schutzmann im Gespräch mit einem Bürger (Quelle: Sammlung Kawelovski)


1965

 

10. Dezember: Rettung aus eiskalter Ruhr. Nachdem ein Pkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug in Hattingen-Buchholz auf die wegen des Ruhrhochwassers gesperrten Kemnader Straße fährt, gerät er mit seinem Fahrzeug in die Strömung und treibt ab. Als eine von der Polizeistation Hattingen entsandte Streifenwagenbesatzung die Unglücksstelle erreicht, sitzt der Fahrzeugführer bereits auf dem Dach seines sinkenden Pkw. Polizeihauptwachtmeister Nickel begibt sich daraufhin durch ein Rettungsseil gesichert in die eisigen Fluten der Ruhr. Es gelingt ihm, den Fahrzeugführer, einen Nichtschwimmer, unter erschwerten Bedingungen an Land zu bringen.

 

 

1972

3. August: Mord. Beamte der Düsseldorfer Kriminalpolizei brechen zur Festnahme eines 39-jährigen Einbrechers auf und durchsuchen hierzu in Erkrath die Wohnung des ebenfalls 39-jährigen Hermann von der Ahe. In der Wohnung wird die Leiche des Einbrechers gefunden. Er ist offensichtlich kurz vor der Durchsuchung durch einen Kopfschuss und durch Hammerschläge getötet worden. Von der Ahe behauptet, dass ein weiterer Bekannter die Tötung zu verantworten habe. Ermittlungen ergeben allerdings, dass Leichenteile dieses Bekannten bereits 1967 am Stadtrand von Wuppertal (Torso ohne Kopf und Hände) und in Sprockhövel-Haßlinghausen (beide Beine) gefunden worden sind und zuvor schon alle Lebenszeichen des Mannes abgerissen waren. Von der Ahe wird verdächtigt, beide Männer getötet zu haben.

Europäischer Polizeimeister im Ringen wird 1972 der Polizeiobermeister Wolfgang Seidler von der Kreispolizeibehörde Schwelm.

 

1974

 

8. Januar: Mord an Rentnerin. Beamte der Kriminalaußenstelle Wetter fordern die Mordkommission aus Hagen an, nachdem in Wetter in der Blankstr. 9 die Leiche einer 63-jährigen Rentnerin aufgefunden worden ist. Die Frau wurde stranguliert und mit Schlagverletzungen am Kopf tot von einer Bekannten und ihrem Sohn aufgefunden. Als Täterin kann schließlich eine 34 Jahre alte Mutter von drei Kindern ermittelt werden. Die vorbestrafte Frau gibt nach längerem Leugnen und dem Vorhalt, dass am Tatort eine Fingerspur von ihr gefunden worden war in ihrem Geständnis schließlich zu, von der Getöteten bei einem Diebstahl in deren Haus ertappt worden zu sein. Daraufhin habe sie der Frau eine Weinflasche über den Kopf geschlagen. Zudem habe sie ihr ein feuchtes Handtuch um den Hals geschlungen.

 

1975

 

Die Personalstärke für die Polizei der Oberkreisdirektion Schwelm beträgt im Jahr 1975 insgesamt 282 Polizeivollzugsbeamte, nämlich 236 Beamte der Schutz- und 46 Beamte der Kriminalpolizei.

Die Oberkreisdirektion Schwelm verfügt 1975 über eine Polizeidichte von 1:864 (ein Polizeibeamter auf 864 Bürger) Die Polizeidichte ist in Nordrhein-Westfalen sehr ungleich verteilt. Während der PP Düsseldorf das günstigste Verhältnis von 1:377 hat, sieht es in der Oberkreisdirektion Neuss besonders schlecht aus. Hier beträgt das Verhältnis 1:1072.

 

1979

 

Im Ennepe-Ruhr-Kreis wird in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht eine mobile Polizei-Puppenbühne eingerichtet, mit der die Verkehrserziehung von Kindern sichergestellt werden soll.

 

1981

 

Die Polizeidichte im Bereich des OKD Schwelm liegt 1981 bei 1:732 (1 Polizeibeamter kommt auf 732 Einwohner). Zum Vergleich: Die Polizeidichte beim PP Bonn hat mit 1:320 den günstigsten, die Polizeidichte beim OKD Gummersbach mit 1:752 den ungünstigsten Wert. Die für NRW durchschnittlich angestrebte Polizeidichte von 1:400 ist weitgehend erreicht.

 

1989

 

1. Februar: Polizeioberrat Klaus Börkei wird neuer Leiter der Schutzpolizei des Oberkreisdirektion Schwelm.

Zum neuen Leiter der Kriminalpolizei beim OKD Schwelm wird Kriminaloberrat Helmut Janiesch ernannt.

 

1992

 

16. Januar: Nach knapp zweijähriger Bauzeit wird ein neues Dienstgebäude durch Ministerialdirigent Dr. Möller und den Oberkreisdirektor Ernst Homberg an die Polizeistation in Wetter/Ruhr übergeben.

 

2013

 

Februar: Polizeioberrat Frank Kujau übernimmt in der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis die Funktion des Direktionsleiters Verkehr. Er war bisher Teildezernatsleiter beim LAFP.