Polizei Märkischer Kreis - Informationen zur Polizeigeschichte


Abb. Steinbruch in Hemer. Ganze Generationen nordrhein-westfälischer Polizisten und Polizistinnen haben hier Schießübungen durchgeführt. Das Foto zeigt das Mülheimer Personenschutzkommando im Jahr 1991 oder 1992 (Quelle: Werner Kremer; Sammlung Frank Kawelovski)


Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

auf dieser Seite werden – soweit greifbar – nach und nach Informationen zur Geschichte der Polizei im Märkischen Kreis  eingestellt. Während all die Ereignisse, die die gesamte nordrhein-westfälische Polizei betreffen, auf meinen Unterseiten „Chronik Polizei NRW“ nachgelesen werden können, beschränke ich mich auf dieser Seite auf Informationen, die ausschließlich diese Polizeibehörde hier betreffen. Ich danke meinen Berufskollegen Michael Zech und Werner Kremer für die Unterstützung, die sie mir mit Informationen und Material für diese Unterseite geleistet haben.

 

Der Aufbau und die ständige Fortschreibung dieser Homepage sind mit einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Daher freue ich mich über jegliche Form kostenloser Unterstützung durch (analoge oder digitale) Fotografien, Dokumente, Zeitungsartikel, Zeitzeugenberichte, Hinweise auf relevante Ereignisse, Orte, Personen usw., die mir zur Verfügung gestellt werden und mit denen ich ggf. Kosten und Suchaufwand sparen kann. Im Gegenzug bin ich bemüht, für alle Interessierten kostenlos Informationen zur Polizeigeschichte zur Verfügung zu stellen. Wer mich unterstützen kann, dessen Hilfe wird dankbar angenommen. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum.


1908

Zeitschriftenartikel aus dem Jahr 1908 (Quelle: Die Polizei, Heft 12, September 1908, S. 225)


1953

Abb. Um 1953. Polizeischüler aus Bochum bei einem Besuch in der Dechenhöhle in Iserlohn-Letmathe (Quelle: Michael Zech; Sammlung Frank Kawelovski)


Abb. Beamte der Bereitschaftspolizei Bochum 1953 bei Skilanglaufübungen (30 km) in Plettenberg (Quelle: Michael Zech; Sammlung Frank Kawelovski)


Abb. Wie oben (Quelle: Michael Zech; Sammlung Frank Kawelovski)


1963

  • 11. – 13. Oktober: In Recklinghausen wird ein bundesweiter Wettbewerb für Polizeidiensthundeführer ausgerichtet. Bundessieger wird dabei der Lüdenscheider Polizeimeister Freisewinkel mit seinem Diensthund „Ajax  vom Kluser Platz“.

1966

  • Weitere Außenstellen der Landes-Polizeischule „Erich Klausener“ werden in Altena und Stukenbrock eingerichtet.

1972

  • Dr. Jürgen Albath wird neuer Oberkreisdirektor des Kreises Iserlohn. Er übernimmt damit zugleich das Polizeiamt Iserlohn.

1973

  • Januar: Das neue Dienstgebäude der Polizeiautobahnstation Lüdenscheid wird durch Innenminister Weyer seiner Bestimmung übergeben. Zuvor hatte seit 1968 ein Wohnwagen auf dem Rastplatz „Rölveder Mühle“ in der Nähe der Gemeinde Winkeln als Wache gedient. Das nun in Fertigbauweise erstellte, 600.000 DM teure Dienstgebäude bietet den 31 Beamten der Wache Platz. Ihnen stehen acht Funkstreifenwagen, ein Unfallwagen, ein Zivilwagen und sechs Kräder zur Verfügung.

1975

  • Die Personalstärke für die Polizei der Oberkreisdirektion Lüdenscheid beträgt im Jahr 1975 insgesamt 390 Polizeivollzugsbeamte, nämlich 337 Beamte der Schutz- und 53 Beamte der Kriminalpolizei.

1979

  • April. Im Steinbruch "Emil" in Oberrödinghausen bei Menden wird eine Schießanlage für die Polizei in Betrieb genommen. Die Schießbahnen, auf denen auch die Spezialeinsatzkommandos des Landes üben, sind bis zu 250 Meter lang und 100 Meter breit. Das Land hat den Steinbruch von seinem Betreiber angemietet, der weiterhin die Schürfrechte für die Grube behält. Die Mietkosten von 15.000 D-Mark pro Jahr und die Einrichtungskosten sind den 20.000 DM gegenzurechnen, die die Polizei bislang für einen Schießstand der Bundeswehr jährlich bezahlt, um die Dortmunder Polizei im Schießen auszubilden. Für den Ausbau der Anlage war der Dortmunder Schießausbilder, Polizeihauptkommissar Claus Hunke, zuständig.

1981

  • 5. September: Zwei Polizeibeamte erschossen. Polizeiobermeister Manfred Waßer und Polizeihauptwachtmeister Michael Branzke, Polizei Iserlohn, werden von einem 27-jährigen Studenten durch die geschlossene Tür erschossen. Der Täter hatte vor der Tür seinen Vater vermutet. Michael Branzke hatte gerade erst seine Ausbildung abgeschlossen und war erst kurz vor der Tat in den Streifendienst versetzt worden. Manfred Waßer war bereits seit 1974 bei der Polizei.
  • Die Polizeidichte im Bereich des Polizeiamtes Iserlohn liegt 1981 bei 1:582 (1 Polizeibeamter kommt auf 582 Einwohner). Die Polizeidichte im Bereich des OKD Lüdenscheid beträgt sogar nur 1:734. Zum Vergleich: Die Polizeidichte beim PP Bonn hat mit 1:320 den günstigsten, die Polizeidichte beim OKD Gummersbach mit 1:752 den ungünstigsten Wert. Die für NRW durchschnittlich angestrebte Polizeidichte von 1:400 ist weitgehend erreicht.

1986

  • 27. Juni: Der Oberkreisdirektor des Märkischen Kreises, Dr. Jürgen Albath, geht am Tag seines 65. Geburtstags in den Ruhestand. Dr. Albath hatte 1972, zu der Zeit, zu der es als Vorgänger des Märkischen Kreises noch den Kreis Iserlohn gab, kommissarisch auch die Leitung des Polizeiamtes Iserlohn übernommen. Er versah diese Aufgabe, bis mit dem 1. Januar 1983 der Kreis Iserlohn aufgelöst wurde und der Märkische Kreis einen einheitlichen Polizeibezirk bildete. Die Nachfolge von Dr. Albath tritt Dr. Bernhard Schneider an, bisher Stadtdirektor in Greven.

1993

  • 24. Februar. Im Ruhrgebiet demonstrieren Zehntausende Stahlarbeiter gegen drohende Werksstillegungen. Auf der A 45 fahren sich 1.500 Stahlarbeiter in zwei großen Autokolonnen in Richtung Rastplatz Lüdenscheid entgegen. Dabei kommt es laut Autobahnpolizei durch die langsam fahrenden Kolonnen erheblichen Verkehrsbehinderungen mit gefährlichen Bremsmanöver. Die Umzüge enden auf dem Rastplatz "Sauerland Ost" der Sauerlandlinie in Lüdenscheid, wo eine große Kundgebung abgehalten wird.

 

1994

  • Die Polizei in Plettenberg erhält ein neues Dienstgebäude. Zur Übergabe des Gebäudes, in dem die Polizeistation Plettenberg und ein Kriminalkommissariat unterkommen werden, wird ein Fest veranstaltet, zu dem sich rund 7.000 Besucher einfinden.

1995

  • Eröffnung des Trainings- und Ausbildungszentrums für Spezialeinheiten in Hemer / Hönnetal

 

1996

  • Karl-Heinz Braun wird neuer Leiter der Abteilung „Gefahrenabwehr/Strafverfolgung“ in der Kreispolizeibehörde Lüdenscheid. Er war zuvor Leiter des Abteilungsstabs beim PP Gelsenkirchen.

 

2001

  • 28. Oktober: Rettung unter Lebensgefahr. Polizeiobermeister Stefan Lieder rettet an der Anschlussstelle Lüdenscheid der Autobahn 45 drei Insassen eines Pkw nach einem Unfall aus deren Fahrzeug. Das Fahrzeug war nach dem Unfall in Brand geraten. Lieder und zwei Mitarbeiter einer Abschleppfirma befreien die 70, 71 und 81 Jahre alten Insassen unter eigener Lebensgefahr. Die Retter werden 2002 vom Innenminister mit der Rettungsmedaille des Landes ausgezeichnet.
  • Der Leiter „Gefahrenabwehr/Strafverfolgung“ der Kreispolizeibehörde Lüdenscheid, Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Braun, wird in den Ruhestand verabschiedet. Braun hatte das Amt seit 1996 inne gehabt.

2017

  • 27. November: Mordversuch an Bürgermeister von Altena. Die Polizei muss eine Mordkommission einrichten, nachdem der Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (CDU) von in einem Imbiss von einem rechtsradikalen 56-jährigen Arbeitslosen einen Messerstich in den Hals erhalten hatte. Der Täter hatte sich über die flüchtlingsfreundliche Politik Hollsteins ereifert. Er konnte, nachdem er von dem türkischen Inhaber des Imbiss und dessen Sohn überwältigt worden war, am Tatort festgenommen werden. Hollstein überlebt die Attacke leicht verletzt.

2022

  • Letmatherin ermordet. Eine junge Frau aus Iserlohn-Letmathe kehrt nach einem Spaziergang mit ihrem Hund nicht mehr nach Hause zurück. Eine Suche der Polizei auch mit Hubschrauber und Spürhunden bleibt zunächst ergebnislos. Ende Juni findet ein Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit um 5.30 Uhr schließlich in Hamm eine brennende Leiche. Der schockierte Zeuge alarmiert die Polizei, die feststellt, dass die Tote mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet worden ist. Im Tatverdacht steht der 26-jährige Ex-Freund der jungen Frau.

Abb. 2023. Eine der schönsten Polizeidienststellen im Land: Die Polizeiwache in Iserlohn-Letmathe. Der zwischen 1903 und 1904 errichtete Natursteinbau mit dem gotischen Dreistaffelgiebel diente zunächst dem Amtsverband Letmathe-Oestrich als Verwaltung. Nachdem Letmathe 1935 die Stadtrechte verliehen wurden, wurde der Bau als Rathaus genutzt. Mit der kommunalen Fusion von Iserlohn und Letmathe war es 1975 damit vorbei. Im Parterre wurde eine Polizeiwache untergebracht, die 1994 geschlossen und 2004 wieder eröffnet wurde (Quelle: Andreas Schmitz)


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