Kriminaltechnik

Auf dieser Seite finden Sie eine umfangreiche Leseprobe meines Lehrbuches "Kriminaltechnik für Studierende und Praktiker - 3. aktualisierte Auflage - 2020". Auf den 343 Seiten der 2020 aktualisierten Auflage mit 117 Abbildungen erhalten Sie umfangreiche Informationen zu allen relevanten Themen des Fachs Kriminaltechnik im Studiengang Polizeivollzugsdienst. Das Buch bietet zu einem geringen Preis von nur 13,90 € (Versandkosten 2,70 €) in einem einzigen Band das Kriminaltechnik-Rüstzeug für das gesamte Studium. Neben einer ausführlichen Darstellung der einzelnen Spurenarten und Spurensicherungsmethoden finden sich im letzten Kapitel zahlreiche Formulierungshilfen und Lernhilfen für Klausuren. Das Buch ist auf dem Wissensstand von Juli 2020. Das Werk eignet sich auch für Dienstzweigwechsler, die ihr Wissen zum Thema Kriminaltechnik auf den neuesten Stand bringen müssen. Weitere Informationen zu dem Buch finden Sie in der Buchbeschreibung in meinem Shop.

 

Weiterhin finden Sie auf dieser Seite einen deutsch- und einen englischsprachigen Artikel zu einem kriminaltechnischen Forschungsprojekt (Thermospuren), das ich 2020 betrieben haben und in denen ich die wesentlichen Ergebnisse meiner Studie vorstelle.


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Leseprobe Kriminaltechnik für Studierende und Praktiker - 3. aktualisierte Auflage - 2020
Kriminaltechnik 3. Auflage Leseprobe 250
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Strafverfolgung mit Thermografie - Wärme als Tatortspur
Thermospuren - Polizeigeschichte Infopoo
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Abstract

Personen hinterlassen dort, wo sie sich aufhalten und agieren Spuren in Form von Wärmeabstrahlungen. Beim Gehen und Stehen, beim Sitzen, Liegen, aber auch beim Ergreifen von Objekten jeglicher Art wird Körperwärme auf diese Objekte übertragen. Aber nicht nur durch diese unmittelbare Vermittlung von Körperwärme lässt der Mensch an einem Geschehensort die Wärmemarken seines Handelns zurück, sondern auch dadurch, dass er technische Einrichtungen bedient. Ob er mit einem Kraftwagen fährt, sich an einem Waschbecken mit warmem Wasser die Hände wäscht, eine Tasse Kaffee kocht, ein Bad nimmt oder eine Lampe einschaltet. Überall lässt er Wärmespuren zurück. Diese Spuren lassen sich durch Wärmebildkameras erfassen, auf einem Display mit ihren unterschiedlichen Wärmegraden sichtbar machen und als Bilddateien sichern. Thermografiekameras nutzen die Infrarotstrahlungen, die alle Objekte durch ihre Wärme absenden. Diese Strahlungen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, werden von den Kameras erfasst und in Bilder umgewandelt. Damit wird Wärme für das menschliche Auge sichtbar und verstehbar gemacht. Der entscheidende Vorteil von Wärmespuren liegt darin, dass sie weitgehend Auskunft über ihren Entstehungszeitpunkt geben und damit Rückschlüsse zulassen, wann sich bestimmte Handlungen am Tatort ereignet haben, und unter Umständen auch, wie viele Menschen dort agiert haben. Ihr größtes Manko ist ihre hohe Flüchtigkeit, da sie sich je nach Umständen nur wenige Minuten bis hin zu halben Tagen nachweisen lassen. Die Arbeit mit Wärmespuren findet in der kriminalistischen Tatortarbeit noch keinerlei Anwendung und ist auch bei weitem noch nicht auserforscht. Der Verfasser hat sich in einer Reihe von Experimenten, von denen einige kurz hier vorgestellt werden sollen, um die Beantwortung der Fragen bemüht, in welchem Maße an Tatorten Wärmespuren sichtbar gemacht werden können und wie lange derartige Spuren messbar sind. Die Untersuchungen stellen nur einen ersten Ansatz zur Erforschung der Tatortwärmespuren dar. Vieles lassen aber auch diese Versuche noch ungeklärt. Es könnte lohnenswert sein, sich mit dieser Spurenart in den nächsten Jahren wissenschaftlich und praktisch auseinanderzusetzen, da sie durch ihre Eigenheiten das bisherige Standardrepertoire der Tatortspuren und damit die Aufklärung von Straftaten bereichern kann. Intention des Verfassers ist, mit den Veröffentlichungen zu seinen Versuchen, weitergehende Forschung zu initiieren.

 

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Heat traces at crime scenes - a forensic study
Heat traces at crime scenes.pdf
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Abstract

Every person who moves around a place of action, i.e. also a crime scene of a criminal offence, leaves traces of heat there. On the one hand, body heat is transferred to objects by sitting, lying, walking, standing or grasping objects. On the other hand, the use of technical equipment such as washbasins with hot water supply, the use of coffee machines, cookers, lamps, firearms, motor vehicles or other objects leads to the heating of objects. Such traces of heat can be measured and documented by thermal imaging cameras, since heated objects emit infrared radiation that can be detected by such cameras, measured in temperatures and converted into image signals. They give the observer a visual impression of which objects at a location are warm or cold. The great advantage of heat traces is that they largely provide information about their time of origin and thus allow conclusions to be drawn about when certain actions occurred at the crime scene, and possibly also how many people were acting there. Their greatest disadvantage is their high volatility, as they can only be detected for a few minutes up to half a day, depending on the circumstances. The work with heat traces is not yet used in criminalistic crime scene work and is also far from being fully explored. The author has endeavoured to shed some light on the subject in a series of heat trace experiments, some of which will be presented here. It could be worthwhile to deal with this type of trace scientifically and practically in the coming years, as its peculiarities can enrich the current standard repertoire of crime scene traces and thus the solving of crimes. The author hopes that this paper will provide an impetus for further research.

 

 

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mit den Firmen, deren Banner über meinen Besucherzählern erscheinen, nichts zu tun habe! Insbesondere handele ich nicht mit Fliegengittern, kaufe und verkaufe keine Examensarbeiten und stehe auch nicht als Ghostwriter für Masterarbeiten ö. ä. zur Verfügung!!!