Mülheim a. d. Ruhr - Ehemaliges Polizeipräsidium


"Richtfest beim Polizeiamts-Neubau". So lautet am 5. März 1937 die Überschrift eines großen Artikels der National-Zeitung über die Errichtung einer neuen Unterkunft für die Mülheimer Polizei. Bereits 1934 war durch die preußische Regierung die Entscheidung für einen Neubau der Behörde gefallen, nachdem sich eine angemessene Unterbringung der Polizei als problematisch erwiesen hatte. So mussten die Beamten zunächst aus dem Rathaus der Stadt ausziehen und siedelten in die Militärkaserne an der Kaiserstraße um. Als hier die Landespolizei (Hundertschaften) einquartiert wurde, ging es für die staatliche Mülheimer Polizei weiter in die Hauptverwaltung der Deutschen Röhrenwerke. Aber auch das erwies sich als Notlösung. Nachdem vorübergehend auch der Wohnblock am Luisental als Standort der Polizei gehandelt wurde, fiel die Entscheidung schließlich für eine Bebauung des Grundstücks an der Von-Bock-Straße am Rande der Mülheimer Innenstadt. Der Name dieser Straße geht auf den langjährigen (Ober-)Bürgermeister der Stadt, Karl von Bock und Polach, zurück.

 

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1937. Richtfest auf dem Dachstuhl des neuen Polizeiamts-Gebäudes an der Von-Bock-Straße. Für die Feierlichkeiten war eigens das Mülheimer Polizeimusikkorps auf das Dach beordert worden (Foto: Nationalzeitung v. 5.3.37)